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Ist das Weltbild der Astrolgie nicht der totale Determinismus?

Die Freiheit der Menschen ist paradoxerweise die Ursache seiner Bestimmung, die er verfehlen kann und dadurch Unfreiheit erlebt. Die Bestimmtheit des Daseins ist nur scheinbar ein Widerspruch zur innewohnenden Freiheit. Die Freiheit ist die schöpferische Urkraft, aus der wir abstammen und die wir selbst sind. Indem der Mensch dies anerkennt und über den Intellekt hinaus tief in sich als seine Heimat und Identität empfindet, so findet er und lebt sein Freisein. Wer dies (noch) nicht erkannt hat, lebt die Folgen seiner glaubensbedingten Abhängigkeit und Bedingtheit, die sich Welt, Kausalität, Schicksal oder Karma nennen.

Einerseits unterliegt alles, was wir in der Außenwelt erkennen können, den Gesetzen der Kausalität und ist daher als Erscheinung unfrei. Andererseits ist aber der Geist, der forscht und erkennt selber frei, denn sonst wäre begreifen unmöglich. Das Denken, das bloß Mechanik ist, könnte, wie ein Computer, niemals über die rein funktionale Ausübung einer Arbeit hinaus zu Selbst- und Weltbewußtsein kommen. Dafür muß es bereits über die rein kausale Funktion hinaus sein. Der Geist selbst ist die transzendentale Dimension und damit Freiheit an sich.

Die ernsthafte und geklärte Astrologie lehrt keinen Determinismus. Sie zeigt vielmehr die Muster auf, deretwegen wir glauben determiniert, also in Funktionsabläufe gezwungen zu sein – äußerlich oder innerlich. Indem diese Muster, die durch die Astrologie beschreibbar sind, erkannt und aufgelöst werden, kann und wird letztlich jeder einzelne seine Wirklichkeit des Freiseins erkennen, annehmen und leben. Dies Freiheit liegt nicht in ferner Zukunft, sie erfüllt sich in jedem Moment da sie zeitlos ist. – Jetzt.