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Was ist mit Prognosen?

"Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen." (wird verschiedenen Autoren zugeschrieben)

Das ist ein sehr heikles Feld in der Astrologie. Manche Astrologen arbeiten überhaupt nur prognostisch, andere wiederum lehnen die Prognose als unwissenschaftlich ab und arbeiten lieber psychologisch. Eine Prognose ist nur dann sinnvoll, wenn dadurch dem Klienten eine Option verständlich wird. Denn ich gehe von keiner blinden Determiniertheit aus, die als Schicksalszwang keine Möglichkeit offen hat. Man kann sich aber erst entscheiden, wenn man weiß, zwischen welchen Optionen zu wählen ist. Eine Prognose kann nur fruchtbar sein als Sinnbild für die eine oder andere Möglichkeit und die jeweilige Konsequenz einer Entscheidung.

Auch durch die Forschung der Quantenphysik ist deutlich geworden, dass die Zukunft ganz grundsätzlich nicht festgelegt ist. Vielmehr kondensiert in der Gegenwart das Tatsächliche aus dem Feld des Möglichen. Je weiter wir in der Zeit nach vorne schauen, um so größer wird die Variabilität der Möglichkeiten, je näher wir an der Gegenwart sind, umso wahrscheinlilcher ist das nächste Ereignis prognostizierbar. Das entspricht ja auch durchaus unseren Alltagserfahrungen.
Das eigentlich Interessante an der Quantenphysik ist allerdings, dass das Bewußtsein im zeitlichen Prozess nicht nur eine beobachtende, neutrale Rolle spielt, sondern entscheidend wirksam für die Auswahl der Möglichkeiten ist. Der größte Anteil dieser Auswahl liegt jedoch im Bereich des Unbewußten. So kann also die astrologische Betrachtung helfen, die unbewußten Motive bewußt zu machen, damit aus Fremdbestimmung (Schicksal) schrittweise eine Willensfreiheit in Übereinstimmung mit dem Sein werden kann.